Prüfungsangst und was sie bedeutet.

Wir werden in unserer Schule immer wieder von Eltern auf das Thema Prüfungsangst angesprochen. In den meisten Fällen beschreiben sie uns folgende Situation: Mein Sohn/meine Tochter lernt für die Klassenarbeit und kann zuhause die Aufgaben lösen. Während der Klassenarbeit ist dann alles wie weg gewischt.

Kann das sein oder ist das vielleicht eine Ausrede für schlechte Vorbereitung?

Möglich ist das, aber es könnte auch Prüfungsangst sein, die man nicht unterschätzen darf.

Grundsätzlich kann man sagen, dass es normal ist, mit Anspannung in eine Prüfung zu gehen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass ein durchschnittliches Maß an Angst optimal für die Aufnahmebereitschaft von Informationen ist. Dies bedeutet, dass dem Schüler die Prüfung nicht egal ist und dass er gleichzeitig weiß, dass sein Leben nicht davon abhängt.

Zu wenig Anspannung kann beuten, dass der Schüler nicht ausreichend aktiv ist. Zu viel Angst wirkt leistungsmindernd. Bei einem mittleren Angstniveau ist die Leistung gut, immer unter der Voraussetzung, dass der Schüler gut vorbereitet ist und seine Fähigkeiten ausreichen.

Doch wann beginnt die sogenannte Prüfungsangst?

Wenn die Angst sowohl das seelische und körperliche Befinden als auch die geistigen Möglichkeiten leistungsmindernd beeinträchtigt, dann spricht man von Prüfungsangst.

Die Kinder merken manchmal gar nicht, dass sie unter Prüfungsangst leiden. Sie fühlen sich einfach körperlich nicht gut und sind innerlich angespannt. Es kommt auch vor, dass die Betroffenen schlecht einschlafen oder nicht durchschlafen können. In einigen Fällen fühlen Sie sich müde oder matt.

Es können aber auch Anzeichen wie Verlust des Selbstvertrauens, Konzentrationsstörungen, Denkblockaden oder Stimmungsschwankungen bis hin zu Panikattacken auftreten.

Durch die körperlichen, seelischen und geistigen Beeinträchtigungen meidet der Betroffene Prüfungssituationen und erledigt lieber unwichtige Aufgaben, nur um sich nicht mit der Prüfung beschäftigen zu müssen. Unter diesen Bedingungen ist seine Chance, eine gute Klassenarbeit oder Klausur zu schreiben, gleich null. Eindimensionale Nachhilfe und reiner Wissenstransfer reichen dann nicht mehr aus.

So weit muss es aber nicht kommen. Wie das Beispiel LernStudioPLUS in Düsseldorf zeigt. Im Rahmen des Coachings arbeiten sie mit ihren Schülern am Abbau der Prüfungsangst, damit sich die jungen Menschen selbstbewusst vorbereiten und positiv in eine Prüfung gehen können.

 

A. Schwarz, Psychologe

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