Grundsätzliches über Legasthenie und Dyskalkulie

Für die Entwicklung von Kindern, die beim Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen Schwierigkeiten haben, ist es wichtig, dass sowohl die Eltern als auch die Lehrer Kenntnis über die vielseitige Thematik haben und die notwendigen Schritte rechtzeitig eingeleitet werden.

Legasthene und dyskalkule Kinder haben eine besondere Informationsverarbeitung und damit verbunden eine besondere Lernfähigkeit. Mit Standardmethoden in unseren Schulen kann man diesen Schülern nicht wirklich helfen. Gezielte Hilfe kann nur durch individuelles Training mit besonders geschulten Trainern durchgeführt werden. Neben diesem speziellen Training ist Geduld sehr gefragt, um den Leidensdruck der Kinder zu reduzieren. Wichtig ist auch zu wissen, dass legasthene oder dyskalkule Kinder nicht selten überdurchschnittlich Intelligent sind.

Betroffene Schüler, deren Probleme nicht rechtzeitig erkannt und denen entsprechend auch nicht frühzeitig geholfen werden konnte, können früher oder später psychische Auffälligkeiten zeigen.

In unserer Gesellschaft ist es für Menschen mit Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen schwierig, da alle, die unsere Kulturtechniken nicht beherrschen, als behindert oder dumm abgeschrieben werden. Sie werden teilweise als Schwäche oft auch als Krankheit oder Behinderung angesehen.

Tatsache ist aber, dass immer in erster Linie eine Hilfe auf auf pädagogisch-didaktischer Ebene erfolgen muss, wobei sich die Förderung von legasthenen und dyskalkulen Kindern, deren Problematik genbedingt ist, von den Hilfestellungen bei Schreib-, Lese- oder Rechenschwierigkeiten, die erworben sind, unterschieden wird.

Dr. Astrid Kopp-Duller

Die AFS-Methode, nach der wir auch im LernStudioPLUS arbeiten, wird den Anforderungen legasthener und dyskalkuler Menschen gerecht. Die Förderung findet in allen Hauptbereichen statt. Zu diesen gehören neben der Aufmerksamkeitsfokussierung die Sinneswahrnehmungen, die man unbedingt benötigt, um richtig Lesen, Schreiben oder Rechnen zu können. Hinzu kommt das entsprechende Symptomtraining. Seit über 20 Jahren wird die Methode durch Legasthenie- und Dyskalkulietrainer weltweit sehr erfolgreich angewandt.

Pädagogische Definition:

“Ein legasthener Mensch, bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr, seine Aufmerksamkeit lässt, wenn er auf Symbole wie Buchstaben oder Zahlen trifft, nach, da er sie durch seine differenzierten Teilleistungen anders empfindet als nicht legasthene Menschen, dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens oder Rechnens.“

Dr. Astrid Kopp-Duller, 1995

Auf unserer Internetseite finden Sie neben weiteren Informationen auch je eine Checkliste für Legasthenie und Dyskalkulie.

Gez. Thomas Schneider
Diplomierter Legasthenie- und Dyskalkulietrainer

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