Legasthenie und Dyskalkulie

Immer wieder hören wir von Eltern, dass ihre Kinder beim Lesen, Schreiben oder Rechnen große Probleme haben. Manchmal geht es ganz gut, dann wieder überhaupt nicht. Die Lehrer fordern, dass das Kind mehr üben soll. Aber trotz des verstärkten Lernens macht das Kind keine Fortschritte.

Das Kind drückt sich immer häufiger vor dem Üben und arbeitet dann nur langsam und ermüdet sehr schnell. Manchmal macht es kaum Fehler, dann wieder sehr viele, teilweise auch haarsträubende Fehler. Alles was gestern richtig war, ist heute wieder falsch. „Du musst doch sehen, dass das nicht stimmen kann.“ Ein Erfolg scheint sich eher zufällig einzustellen. „Jetzt konzentriere dich, du kannst es doch, wenn du willst. Gestern hast du die gleichen Übungen ohne Fehler gemacht. Du musst einfach mehr üben“, sind häufige Aussagen von Eltern, beim Lernen mit Kindern, die beim Lesen, Schreiben oder Rechnen große Probleme haben.

In diesen Fällen muss überprüft werden, ob es sich um eine Legasthenie, Dyskalkulie, LRS oder Rechenschwäche handelt. Klar ist dann, dass das reine Üben an den Fehlern nicht erfolgreich sein kann. Eine Legasthenie und/oder Dyskalkulie ist in ihrer Ausprägung so individuell, wie ein Fingerabdruck, was die pädagogische Diagnose so schwierig macht.

Erste pädagogische Definition:

„Ein legasthener Mensch, bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr, seine Aufmerksamkeit lässt, wenn er auf Symbole wie Buchstaben oder Zahlen trifft, nach, da er diese durch seine differenten Teilleistungen anders empfindet als nicht legasthene Menschen, dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens oder Rechnens.“
Dr. Astrid Kopp-Duller, 1995

Die Intervention muss also individuell und speziell auf die Bedürfnisse der Kinder (oder Erwachsenen) abgestimmt werden.

Aus diesem Grund bieten wir speziell für Kinder (in anderer Form auch für Erwachsene) individuelle Trainings an. Dabei werden nach einer eingehenden Fehleranalyse (Schriftproben oder Tests) Aufmerksamkeit, Sinneswahrnehmungen und Symptome (Fehler) trainiert. Das Training wird ausschließlich mit einem Kind ein bis zweimal in der Woche durchgeführt. Gruppentraining ist in diesen Fällen nicht zielführend. Neben der Fehleranalyse ist ein Test der Sinnenwahrnehmungen und der Aufmerksamkeit eine wichtige Grundlage für die nachfolgende Erstellung des persönlichen Trainingsplanes.

Auf diese Weise wird ihr Kind genau dort „abgeholt“, wo es sich momentan befindet. Ihr Kind wird so Schritt für Schritt weiter mit dem Schreiben, Lesen oder Rechnen vertraut gemacht. Dabei ist es wichtig, den Kindern grundlegende Schreib-, Lese- oder Rechentechniken zu vermitteln, so dass Buchstaben, Wörter und Zahlen langsam wieder zum „Freund“ werden können!

Gerne nehmen wir uns die Zeit, Ihnen in einem persönlichen Gespräch ihre Fragen zu beantworten und Ihnen mögliche Lösungswege aufzuzeigen. Vereinbaren Sie doch einfach einen Termin mit uns.